Kinsale & Dublin 2014

Der letzte Teil unserer Irlandreise führte uns nach Dublin, wo wir vor unserem Rückflug noch zwei halbe Tage verbrachten. Ich sage bewusst „zwei halbe Tage“, weil wir am ersten Tag die Strecke von Cork nach Dublin zurücklegen mussten und somit erst Mittags in Dublin ankamen. Am zweiten Tag ging unser Rückflug, so dass wir Nachmittags schon am Flughafen sein mussten.
Aber bevor ich anfange von Irlands Hauptstadt zu erzählen, möchte ich euch noch Kinsale zeigen.

Kinsale

Kinsale ist ein wahrlich winziges Dorf mit einem hübschen Hafen und der wahrscheinlich buntesten Innenstadt Irlands ;)
Leider hatte Petrus an dem Tag, als wir dort waren, vergessen die Schleusen zu schließen und so regnete es fröhlich vor sich hin. Vorbei war es mit dem zuvor noch erträglichen Nieselregen – Starkregen war angesagt! Sogar die Iren stellten sich zeitweise unter oder benutzten Regenschirme statt ihrer Kapuzen. Und das will was heißen ;)

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Wir haben die Besichtigung des Hafens aufgrund des Wetters ausgelassen und uns stattdessen im kostenfreien WiFi nach Essensmöglichkeiten umgesehen. Tatsächlich wurden wir fündig und haben uns gar nicht wasserscheu auf den Weg gemacht, um das „Lemon Leaf Café“ zu besuchen.
Man muss sich einmal vorstellen, dass Kinsale nicht einmal 5.000 Einwohner hat und es dort trotzdem ein Lokal gibt, in dem ich glutenfrei essen konnte. In dieser Hinsicht ist Irland Deutschland gefühlte zehntausend Kilometer voraus.
Während es draußen kübelte, haben wir es uns drinnen gemütlich gemacht und sehr lecker gegessen. Es gibt eine sehr ordentliche Speisekarte, ein paar Tagesgerichte, die an einer Tafel stehen und sogar glutenfreie Muffins gab es zum Kaffee. Apfel-Zimt! Der Wahnsinn.

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Gerne hätten wir die Stadt ausgiebiger erkundet, aber trotz des gekauften Regenschirms in einer Apotheke war es unmöglich auch nur einigermaßen trockenen Fußes ein paar Meter weit zu gehen.

Dublin

Dublin, oh Dublin!
Mit über 500.000 Einwohnern nicht nur die Haupt-, sondern auch die größte Stadt Irlands.
Man meint beim ersten Blick auf die Einwohnerzahl vielleicht, dass Dublin mit Frankfurt am Main (ca. 700.000 Einwohner) vergleichbar sein könnte, aber lasst mich vorweg nehmen: Das täuscht!
Irland wirkt in vielerlei Hinsicht fremd, wenn man die Iren mit dem Rest Europas vergleicht. Jeder Ire, den wir getroffen haben, war super freundlich und aufgeschlossen. Hektik ist ein Fremdwort: Egal ob beim Autofahren, beim Schlange-stehen im Supermarkt oder im Restaurant. Jeder bewegt sich in seinem eigenen Tempo und das ist bei den Iren nicht besonders schnell. Für die Zackigen unter euch klingt das jetzt vielleicht irre nervig, aber ich empfand diese „Entschleunigung“ als wahre Bereicherung und hoffe, dass ich etwas davon in meinen eigenen Alltag rüberretten kann.

Zurück zu Dublin:
Die Stadt ist für ihre Größe ziemlich sauber und wie überall in den irischen Dörfern sieht man auch hier viele Blumen, bunte Haustüren und Dinge, die das Leben einfach bunter machen. Auch die Doppeldeckerbusse sind bunt, nämlich quietschgelb :D

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Ein paar wenige Ecken gibt es auch, die einen neuen Anstrich gut vertragen könnten, aber wo gibt es die nicht.
Dafür gibt es andere Dinge, die man sonst eher selten sieht:
Die Blumenhändler stehen in der Fußgängerzone auf der Straße und bieten ihre frischen Schnittblumen an, Musiker beglücken die Passanten mit Live Musik während ihres Einkaufs. Wir haben von einzelnen Geigenspielern bis hin zu ganzen Rockbands alles gesehen.
Ebenfalls mitten in der Fußgängerzone standen zwei junge Menschen, die riesige Seifenblasen zur Schau stellten. Hach! Es gab wirklich so viel zu sehen!

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Auch in Dublin haben wir lecker gegessen:
Eine unbedingte Empfehlung ist das „BUNSEN“ – ein Burgerladen, der die Burger selbst macht. Keine Tiefkühlpatties, keine Tiefkühlfritten. Hier wird alles von Hand geschnitzt, geformt und zubereitet – sogar mit glutenfree option für mich! Man wird sogar gefragt, wie man sein Fleisch gebraten haben will. Der siebte Burgerhimmel ist genau hier.
Nicht wundern: Die Bilder haben wieder einmal das „Label“ von meinem Foodblog.

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Am Abend vor unserem Abflug waren wir noch am Stadtrand von Dublin und haben einen kleinen Spaziergang gemacht. Es gibt traumhaft schöne Ecken und das obwohl man wenige Kilometer weiter direkt in der Stadt ist.

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Und natürlich durfte am Tag unserer Abreise ein kurzer Abstecher zum Strand nicht fehlen :) Auch das hat man gefühlt mitten in der Stadt. Eine wunderbare Kombination!

Aber auch wenn Dublin eine hübsche Großstadt mit unglaublich viel Charme ist, hat mir unsere Zeit auf dem „Land“ im County Cork besser gefallen. Die kleineren Städte sind einfach zauberhaft und die Landschaft tut ihr übrigens, damit man sich vorkommt, als würde man durch einen Kerrygold Werbespot spazieren. Wer allerdings einen Sommerurlaub mit viel Sonne und Hitze machen will, sollte nicht unbedingt auf die grüne Insel reisen. Bei durchschnittlichen 20 Grad im Sommer und viel Regen muss man einfach damit rechnen das „typische Inselwetter“ zu erwischen.
Fazit der Reise:
Irland ist faszinierend anders als der Rest Europas und hat eine unglaublich liebenswerte Art. Wenn man entspannen und entschleunigen will, ist man hier perfekt aufgehoben. Wir werden in jedem Fall irgendwann wieder dort hin reisen, um den Rest der Insel zu sehen.

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