Cork und Crosshaven 2014

Cork

Da wir die grüne Insel in diesem Sommer leider nur für eine kurze Woche besuchen konnten, mussten wir uns im Vorfeld überlegen, welchen Teil Irlands wir bereisen möchten.
Auch hier gab das geplante Whale Watching in Baltimore den Ausschlag und wir entschieden uns dafür, den Süden der Insel zu besuchen.

Um möglichst viele Ausflüge machen zu können, haben wir unsere Zelte uns in ein Best Western Hotel in Cork eingebucht.
Nachdem uns der Lufthansapilot wohlbehalten in Dublin abgesetzt hat, holten wir unseren Mietwagen am Flughafen ab und düsten in Richtung Cork.
Wobei „düsen“ für Irland definitiv das falsche Wort ist:
Auf den meisten Straßen liegt das Tempolimit bei 100 km/h, was gemessen an der nicht vorhandenen Breite der Fahrbahnen mehr als angemessen ist. Auf Autobahnen und größeren Straßen sind dann 120 km/h erlaubt, aber nach unserer Erfahrung kann man gute 50% der errechneten Reisezeit von Google Maps auf alle Routen draufrechnen.

Cork ist mit knapp 120.000 Einwohnern nach Dublin die zweitgrößte Stadt Irlands und ich muss gestehen, dass ich schrecklich wenige Fotos geschossen habe, dafür dass wir fast eine Woche dort gewohnt haben.
Besonders witzig fanden wir die „Parking Discs“. Als wir das erste Schild mit der Aufschrift „Parking Disc Required“ gesehen haben, haben wir zunächst einmal den kompletten Mietwagen auf den Kopf gestellt und nach der Parkscheibe gesucht.
Bis wir über einem kleinen Laden auf der anderen Straßenseite ein Schild entdeckten, auf dem stand „Parking Discs here“. Also sind wir dort hin und bekamen für 2 Euro keine Parkscheibe zu kaufen, wie wir sie in Deutschland kennen, sondern einen Zettel, nicht größer als ein Flyer, auf dem man seine entsprechenden Parkdaten aufrubbelt wie auf einem Rubbellos.
Man entfernt die graue Rubbelfläche vom Tag, dem Monat, Uhrzeit usw. und legt diese dann sichtbar hinter die Windschutzscheibe.

Sehr ungewöhnlich, aber in jedem Fall gibt es nicht das Problem, dass jemand die Parkdauer überzieht, indem er einfach die Parkscheibe weiterdreht :D

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Die Stadt an sich wirkt viel kleiner als die Einwohnerzahl vermuten lässt – Großstadtfeeling kommt an keiner Ecke so richtig auf. Cork erstreckt sich gefühlt unendlich weit in die Breite, so dass sich alles ein bisschen verläuft. Das ist auf der einen Seite schön, weil man nie so große Menschenmassen auf einem Haufen sieht, auf der anderen Seite war es am Anfang dadurch auch recht kniffelig, sich zu orientieren. Wo findet man die Supermärkte, wo sind die Restaurants, vor allen Dingen: Wie finden wir zurück zum Hotel? ;)
Selbst mit dem Naiv, das wir mitgenommen hatten, war es manchmal ganz schön abenteuerlich, sich zurechtzufinden. Aber alles in allem ist Cork eine sehr hübsche Stadt, in der man es gut aushalten kann.

Crosshaven

An dem Tag, an dem wir auch Kinsale besuchten, führte uns unser Weg auch durch Crosshaven.
Das kleine Dorf wird nur von etwa 2.000 Einwohnern bewohnt und hat eine wunderschöne und weitläufige Bucht. Selbstverständlich reden wir hier von keiner Bucht in der man sich zum Schwimmen trifft, sondern um einen Naturhafen, in dem schicke bis sehr schicke Boote vor Anker liegen.
Beim Durchfahren hatten wir schon den Eindruck, dass dieses winzige Städtchen sehr auf Sport getrimmt ist – auf den ersten Blick sahen wir Schilder für einen Tennisclub, einen Golfclub und selbstverständlich für einen Yacht Club.
Letzterer ist tatsächlich der älteste Yachtclub der Welt, dessen Gründungsjahr 1720 war.

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Ursprünglich wollten wir einen Bunker besichtigen, den es in Crosshaven gibt, nur leider mussten wir vor Ort feststellen, dass es nur Samstags und Sonntags Führungen gibt, weil das ganze Museum von ehrenamtlichen Helfern betrieben wird. Der Fairness halber muss ich anmerken, dass wir uns den Foyer nicht richtig durchgelesen haben und somit selbst Schuld daran hatten, dass wir vor verschlossenen Eingangstüren standen.

Da der Bunker auf einer für Irland sehr hohen Anhöhe gelegen ist, hat sich die Fahrt dorthin aber allein schon wegen des gigantischen Ausblicks gelohnt. Wenn mich nicht alles täuscht, hat man von dort einen Blick auf Cobh – durch den Nieselregen hatten wir zwar keine allzu freie Sicht und auch wenn der Wind uns fast von den Füßen gefegt hätte: Der Ausblick ist atemberaubend.

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