Baltimore August 2014

Baltimore

Unser erster Tagesausflug führte uns gleich an einen der südlichsten Orte Irlands.
Baltimore ist eine kleine Hafenstadt im County Cork, mit niedlichen Häuschen, die an Harry Potter erinnern und einer Piratenburg aus dem Jahre 1215.
Die Burg hätten wir sehr gern besichtigt, aber zwischen unserem Hotel in Cork City und Baltimore lagen rund 100 Kilometer, was in Irland eine Anreisezeit von über 2 Stunden bedeutet. Zum Einen, weil wir im Urlaub keinesfalls hetzen wollten und zum Anderen, weil die Straßen Irlands nicht zu vergleichen mit hiesigen Straßen sind. Man fährt dort überwiegend auf Straßen, die sich mit unseren Bundesstraßen vergleichen lassen – nur schmaler und man fährt natürlich links! ;)
So hatten wir trotz zeitigem Start am Morgen nicht mehr genügend Zeit, um die Burg vor unserer Whale Watching Tour zu besuchen.

In erster Linie haben wir Baltimore als Ausflugsziel angepeilt, weil wir gelesen hatten, dass man dort Dolphin- & Whale Watching machen kann. Den Teil der Stadt, der in Hafennähe liegt, haben wir zu Fuß erkundet und hach! Da kam sofort Urlaubsfeeling auf – den Wind im Haar, die Sonne im Gesicht und den Geruch des Meeres in der Nase.
An den ersten beiden Tagen hatten wir nämlich noch richtiges Glück mit dem Wetter ;)

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Da das Whale Watching eine sehr beliebte Aktivität ist und die 10 Plätze auf dem Boot sehr schnell vergeben sind, haben wir bereits von Deutschland aus unsere Tour bei Whale Watch Westcork gebucht.
Ich kann jedem, der das gerne einmal live erleben möchte, nur empfehlen bei diesem Veranstalter zu buchen. Nic ist ein super „Guide“ und hat neben vielen interessanten Dingen über die Tier- und Meereswelt auch immer eine lustige Story auf Lager. Außerdem hat Nic einen Katamaran, während die anderen Anbieter, die wir an diesem Tag in Baltimore Harbour gesehen haben, „nur“ mit Schlauchbooten und kleineren Nussschalen herumgetuckert sind. Da ist bei ordentlichem Wellengang ein größeres Boot durchaus angenehmer!

Die Bootstour hat etwa 4 1/2 Stunden gedauert und war ein wahnsinnig tolles Erlebnis!
Es klingt abgedroschen, aber es ist einfach wahr: Es stellt sich ein Gefühl von Freiheit ein, wenn man mit dem Katamaran dem Horizont und der Sonne entgegenfährt, das Land im Rücken und den Wind im Gesicht. Auch ohne Whale Watching macht das irre Spaß.
Nic hat uns zu Beginn gleich darauf hingewiesen, dass wir weder in einem Zoo noch in Sea World sind und es deswegen sein kann, dass wir wenige oder gar keine Tiere sehen, weil sie in freier Wildbahn leben.
Aber wir hatten Glück: Gleich nach der ersten halben Stunde hat sich der Delphin „Clet“ gezeigt, der bereits anderen Teilen der Welt einen Besuch abgestattet und unser Boot neugierig inspiziert hat. Danach wurde es deutlich ruhiger, aber allein die atemberaubende Landschaft und die Möwen, die Photobombing perfekt beherrschen, waren schon etliche Fotos wert.
Wir haben des weiteren noch Robben gesehen, die an bestimmten Felsen leben und ihre Köpfe neugierig aus dem Wasser gereckt haben. Das Tüpfelchen auf dem i waren zwei Zwergwale (Minke whale), die wir aus der Ferne bewundern durften. Man darf sich das nicht vorstellen wie bei Tierdokumentationen auf dem Discovery Channel: Wir haben keine Wale gesehen, die meterhoch aus dem Wasser springen, sondern Wale, die zum Fressen vor den Pforten Baltimores verweilen. Wir haben also „nur“ die Rückenfinnen gesehen.
Es hat einen riesengroßen Spaß gemacht, nach den Tieren Ausschau zu halten und wir haben den Tag sehr glücklich und mit Sonnenbrand im Gesicht beendet ;)

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Noch ein Wort zum Whale Watching:
Nics Boot „Voyager“ ist extra für Whale Watching Touren gebaut worden und die Ausflüge sind so koordiniert, dass man die Tiere nicht stört. Man wird zu keiner Zeit nah an die Tiere herangefahren und in der Regel haben diese auch kein Interesse daran, den Booten näher zu kommen – Clet ist hier die Ausnahme. Befindet sich das Boot mehrere hundert Meter in Reichweite der Tiere, werden die Motoren ausgeschaltet und es wird aus der Ferne beobachtet. Kein Anfüttern, kein Treiben, kein erzwungenes „Auffinden“, damit die Touristen etwas zu sehen bekommen.

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