Star Wars – May the force be with you

Hey there,

es klingt unglaublich, ist aber wahr:
Ich habe am letzten Wochenende zum ersten Mal in meinem Leben alle Star Wars Filme gesehen! Der Liebste hat sich die komplette Sammlung als Blu-ray Box gekauft und so haben wir am Freitag Abend mit Episode I angefangen und am Sonntag Abend unseren Star Wars Marathon mit Episode VI beendet.
Auch wenn ich schon immer ein bisschen nerdig veranlagt war, Star Wars hatte es mir bislang einfach noch nicht angetan. Andere Bücher und Filme, wie Herr der Ringe, Harry Potter oder auch Game of Thrones, habe ich schon vor Ewigkeiten inhaliert, noch lange bevor irgendwelche mega Hypes darum entstanden sind. Bei George Lucas hatte ich aus der Ferne immer den Eindruck, dass es zu sehr im Sci-Fi Bereich beheimatet ist und mir deswegen nicht gefallen könnte. Diese Befürchtung hat sich glücklicherweise nicht bewahrheitet, denn mir haben alle sechs Filme wirklich richtig Spaß gemacht und mich dazu angeregt, einige Fragen zu stellen.

it sounds impossible, but it’s the truth:
Last weekend was the first time that I watched Star Wars. Ever. I’ve never seen one of the movies my entire life. My boyfriend bought all movies in a fancy box on Blu-ray and got all excited about it – so we started last friday night with Episode I and our Star Wars marathon session ended on sunday night, with Episide VI.
I have always been quite a nerd, but Star Wars was never really „my thing“. Instead, I’ve inhaled other books and movies, like the Lord of the Rings, Harry Potter or the Game of Thrones series – a long time before there was such a hype about it. I had always the impression, that George Lucas stories wouldn’t suit me, because it is too much of the whole Sci-Fi thing. But the last weekend have taught me: I have been wrong, all the time. I really loved all of the movies and they made me question some things.


Wie ihr ja vermutlich sowieso schon alle wisst, lernen wir als Zuschauer in Episode I-III, dass „die Macht“, eine alles umgebende Energie ist, die „die Welt im Innersten zusammenhält“ (schon Goethe wusste das!). Es gibt die helle und die dunkle Seite und wie es klassischerweise so ist, müssen beide Seiten im Gleichgewicht sein, damit das große Ganze Bestand hat. Es gibt kein Schwarz ohne Weiß, kein Hell ohne Dunkel, kein Gut ohne Böse. Aus aktuellem Bezug, weil ich die Bücher gerade lese, fällt mir dazu ein Zitat von Kami Garcia ein: “In Light there is Dark, and in Dark there is Light.” (aus „Beautiful Darkness“). Bei Star Wars gehören die Jedi Ritter auf die Seite der Guten und die Sith haben sich der dunklen Seite der Macht zugewandt.
Die ersten drei Filme zeigen uns die Entwicklung von Anakin Skywalker, der als kleiner Junge von den Jedis „gescoutet“ wird, weil er eine große Begabung hat, um ein großer Jedi zu werden. Außerdem glauben die Jedi, dass Anakin „der Auserwählte“ ist, der die Balance zwischen Gut und Böse herstellen wird.
Es kommt auch genau so, er wird ausgebildet und hat außerordentliches Talent, doch man merkt recht schnell, dass er sich oftmals selbst im Weg steht.
Er ist unsterblich in Padmé verliebt, obwohl er weiß, dass es für einen Jedi nicht angemessen ist, solche Gefühle für einen anderen Menschen zu hegen, weil es seine Entscheidungen beeinflussen und das Erfüllen seiner Pflichten gefährden könnte.
Doch wie es oftmals im Leben so ist, setzt sich diese Liebe über alle Regeln hinweg und am Ende von Episode II wird sogar heimlich geheiratet. Dennoch ist Anekin oftmals verschlossen, vor allen Dingen, was seine wahren Gefühle betrifft und versucht, seine Probleme mit sich selbst auszumachen. Er gerät regelmäßig in Situationen, die Konflikte in ihm auslösen, weil er die Gratwanderung zwischen seinen Pflichten als Jedi und seinen persönlichen Wünschen kaum bewerkstelligen kann.

I suppose, you all know, that the viewer learns during Episode I-III about „The Force“ and that it is an all surrounding energy. Goethe already knew that the Force is something like „So that I may perceive whatever holds; The world together in its inmost folds“ (Quote from „Faust“). There is the Light and the Dark Side and we all know about the classy balance thing between good and evil, so the greater picture can exist. There is no black without white, no dark without light and no good without evil. I am reading the „Beautiful Creatures“ series right now and a quote by Kami Garcia pops into my mind: “In Light there is Dark, and in Dark there is Light.” (out of „Beautiful Darkness“).
In Star Wars the Jedi Knights are supposed to be the Good Ones and the Sith are the bad guys.
The first three movies show the development of Anakin Skywalker, who is scouted by the Jedis as a young boy, because „The Force is strong with him“. He seems to have great talent to become a powerful Jedi. On top, the Jedis presume, that he is „the Chosen One“ from some prophecy, who will balance good and evil.
It happens just as planned: He becomes a Jedi, he learns how to control The Force, but it is plain to see, that he is standing in his own way. He is madly in love with Padmé, although he knows that a commitment is not appropriate for a Jedi Knight, because love might affect the decisions you have to make and can put your sense of duty on an edge.
But we all know how life can be…this love negotiates those rules and at the end of Episode II the audience gets their secret wedding. But nevertheless: Anakin stays this introverted guy, who tries to deal with all his problems himself. He is always roaming from conflict to conflict, because he can’t be happy in his personal life and be a dutiful Jedi, who is selfless and dedicated to the society they serve.


Der Rest der Geschichte ist schnell erzählt: Padmé wird schwanger, Anakin hat immer wieder kehrende Alpträume, dass sie bei der Geburt des Kindes sterben wird und fühlt sich zudem von der Jedi Gemeinschaft nicht ernst genommen. Er hat das Gefühl, dass man ihm misstraut, ihn behandelt, wie ein Kind und alles in allem werden diese ganzen Umstände dazu führen, dass er sich immer mehr zur dunkeln Seite der Macht hingezogen fühlt. Der Kanzler, der im Verborgenen ein Sith ist, weiß um seine Liebe zu Padmé und nutzt Anakins Verlustängste aus, um ihn endgültig zu konvertieren. Er verspricht ihm, dass die dunkle Seite der Macht es ihm ermöglichen wird, seine Frau vor dem Tod zu bewahren…der weitere Verlauf ist mit Sicherheit allen bekannt. Anakin wird zu Darth Vader, dem wohl übelsten Typen der ganzen Galaxie und das alles nur, weil er eigentlich seine große Liebe vor dem Tod beschützen wollte.
Auch kein Geheimnis: Es gelingt ihm nicht. Sie stirbt während der Geburt trotzdem und die gesamte Galaxie wird nun von den dunklen Mächten regiert.
Dass die Kinder (es sind nämlich Zwillinge) überlebt haben, weiß Anakin bis kurz vor Ende der ganzen Story nicht. Zwischenzeitlich hat er also alles verloren, für das er sein Jedi Dasein und seine „gute Seite“ geopfert hat. Erst ganz am Ende wird er durch seinen Sohn Luke erkennen, dass er einen Fehler begangen hat und weil doch noch ein bisschen guter Kern in ihm steckt, vernichtet er den Kanzler selbst und beendet damit die Terror Herrschaft der dunklen Mächte. Er stirbt also als ein geläuterter Mann.
George Lucas hat damit einen netten Bogen in der Storyline geschlagen, denn nur durch diese letzte Erkenntnis erfüllt Anakin die Prophezeiung und stellt damit das Gleichgewicht tatsächlich wieder her. Nach der ganzen Zusammenfasserei komme ich nun endlich zu den Fragen, die mich dazu beschäftigen :D

The rest of the story is pretty short: Padmé gets pregnant, Anakin is having nightmares about her dying during childbirth and on top of this, he feels misunderstood by the Jedi Council. He has the feeling, that they mistrust him and feels like they are treating him like a child. To put it all in a nutshell, those are the reasons, why Anakin gets more and more attracted to the Dark Side. The Chancellor, who is secretly a Sith, knows about Anakin’s love and abuses his fear of loss, to convert him. He promises, that the Dark Side knows how to cheat on death and that Padmé can be saved. The following story is about Anakin becoming Darth Vader, the most awful guy in the whole galaxy. And all of it, because he wanted to protect the love of his life from death.
I am telling you no secret here: She didn’t make it. She died despite all of Anakin’s effort to safe her and the galaxy is now ruled by the Dark Force.
What Anakin didn’t know was, that she was carrying twins and they both survived in secret. In the meantime it looks, as if he lost everything and sacrificed his life as a Jedi and his good side for nothing. At the end of the story, he will discover through his son Luke, that he made a big mistake and kills the chancellor himself. The terror reign of the Dark Side is over and Darth Vader can die as a refined man. George Lucas drew a nice bow here, because Anakin fulfills the prophecy in the very end.
Well, now the whole summary is done (as short as I could, I swear) and we can go on with the questions, which bother me :D


Ich verstehe ja diese ganze Verlustangst-Nummer und ich weiß auch nicht, ob man Anakin’s Entwicklung in den Büchern anders/besser nachvollziehen kann, aber ich fand den Turn-Around doch ziemlich heftig. Als kleiner Junge wird er von den Jedi mitgenommen und aufgezogen, Obi-Wan ist wie ein Vater für ihn, was auch noch mehrfach betont wird. Trotzdem gelingt es der dunklen Seite relativ schnell, Anakin davon zu überzeugen, dass die Jedi ihn nicht vollständig akzeptieren, ihm nicht vertrauen und ihm vor allen Dingen mit der Art, wie sie die Macht nutzen, nicht helfen können, Padmé zu retten.
Natürlich trägt die Gesamtkonstellation nicht dazu bei, dass Anakin sich besonders wohl fühlt: Seine Ehe muss ein Geheimnis bleiben, weil Jedis keine offiziellen Liebesbeziehungen führen dürfen. Allerdings bin ich ziemlich sicher, dass Obi-Wan sehr genau weiß, dass es eine Liebesgeschichte direkt vor seiner Nase gibt und er bestätigt diese Vermutung, indem er sofort darauf tippt, dass Anakin der Vater der ungeborenen Kinder ist.
Doch Anakin erkennt gar nicht, dass sowohl Obi-Wan, als auch seine Frau sich um ihn sorgen und ihm helfen wollen. Er begnügt sich lieber damit, über die Jedi zu meckern.
Aber auch wenn er mit der Gesamtsituation unzufrieden ist, verstehe ich nicht, warum er sich so schnell von seinem Umfeld und sogar von seinem Ziehvater abwendet. Wirft man die Werte, mit denen man aufgezogen wird, wirklich so schnell über Bord? Möglicherweise ist diese Entwicklung für die Filme auch zeitlich zusammengerafft.
Die Vorstellung, mit Hilfe der dunklen Seite der Macht, den Tod zu betrügen mag verlockend sein, aber gerade einem Jedi muss doch klar sein, dass solch ein „Deal“ nicht mal eben ohne Gegenleistung zu machen sein kann und man vermutlich einen hohen Preis dafür zahlen muss. Verlustangst und große Liebe hin oder her: Selbst wenn es möglich gewesen wäre, Padmés Leben zu retten, wäre die Beziehung danach sehr wahrscheinlich so oder so im Eimer gewesen. Padmé hatte immer ihre Pflichten und das Gesamtwohl im Auge und hätte vermutlich niemals hingenommen, dass ihr Mann „Geschäfte“ mit der dunklen Seite macht. Vielleicht hat Anakin so weit aber gar nicht gedacht. Nichts für ungut, aber immerhin ist er ein Kerl. Seine Gründe mögen nobel gewesen sein, aber er hat die Tragweite der Konsequenz seiner Entscheidung mit Sicherheit überhaupt nicht überblickt.
Dass er kurzzeitig sogar vermutet, dass Padmé eine Affäre mit Obi-Wan haben könnte, zeigt dann nur, dass er mit seinen negativen Gefühlen alles selbst vermasselt. Gut für ihn, dass George Lucas ihn am Ende die Prophezeiung doch noch erfüllen lässt – von hinten durch die Brust ins Auge, sozusagen.
Aber für mich bleibt die Frage:
Wirft man so schnell alle Werte, alle Bündnisse und alle Vertrauten über Bord?
Puh.
Eine eindeutige Antwort gibt es darauf vermutlich nicht. Die Einen sagen sicherlich, dass es so wäre, die Anderen, dass es vielleicht anders laufen würde.

I understand about the whole fear-of-loss-issue, I really do. And I don’t know, if Anakin’s development is better explained in the books, but I was thinking, that his Turn-Around was pretty fierce. He was growing up around Jedis and Obi-Wan was like a father to him, which is mentioned more than once. But nevertheless it is quite easy for the Dark Side to convince Anakin, that the Jedis do not trust and accept him and that they certainly cannot help him with the Light Force to save Padmé.
I admit, that the whole situation is not helping Anakin, to feel good: His marriage has to be kept a secret, because the Jedi are not allowed to make commitments. But I am pretty sure, that Obi-Wan has known all along, that there was a love story going on right under his nose. He proves it, when his first guess is, that Anakin is the father of the unborn child(ren).
Anakin doesn’t see, that his wife and Obi-Wan want to support and help him. He is content and arrogant enough, to bitch about the Jedis.
But although he is unhappy with the whole thing – I don’t get it, why he is turning away from his beliefs, his godfather and everything he valued his whole life. Can you dump your whole life from one day to another? Maybe the development has been snatched up for the movie.
It might be appealing, to cheat on death with the Dark Force, but a Jedi would assume that you have to pay a price that’s pretty high, wouldn’t he? Fear of loss and love-of-my-life or not: Even if he had succeded in saving Padmé’s life, their marriage would have been smashed to pieces afterwards. Padmé always had a sense for the greater good and for her duties, so she wouldn’t have had her husband messing around with some Dark Force stuff. Maybe Anakin haven’t even thought this far. No offense, but he’s still a guy. His reasons might have been noble, but he hasn’t even thought this through. When he assumes, that Padmé and Obi-Wan have a love affair, it is plain to see, that he destroys everything dear to him, with his own negative vibes. Good for him, that George Lucas decided to let him fulfill the prophecy in the end despite all of this mess.
But the question remains stuck in my head:
Do we abandon our beliefs so quickly?
Phew.
I know, there will be no satisfying answer to that. Some will say „yes, we do.“, others might suspect, that there are other ways.


Mit diesem Roman (fast 2.500 Wörter, es tut mir echt leid!) entlasse ich euch nun in eure eigene Gedankenwelt ;)
Möge die Macht mit euch sein!

I dismiss you to your very own feelings and thoughts about this, with this novel of mine (almost 2.500 words, I am so sorry!).
My the Force be with you!


xoxo
MissCreARTiv Signatur

2 Gedanken zu „Star Wars – May the force be with you

  1. MissCreARTiv sagt:

    Btw. I’ve forgotten about one thing:
    Why didn’t Darth Vader „retire“, when he learned, that he has lost everything? What has driven him forward, even when he knew that Padmé was dead? He wanted so desperately to save her and lost her – there was no actual need to go on with anything…hm!

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