Umziehen und UnityMedia

Hmpf.
Heute einfach nur Hmpf.

Wie ihr wisst, steht am Samstag der Umzug der CreARTiv’s ins Haus.
Es ist alles organisiert: das Auto ist gemietet, die Umzugshelfer informiert, die Handwerker sind seit heute fertig und wir sitzen auf gepackten Kisten.
Auch beim Stromanbieter haben wir uns bereits angemeldet und ja, wir haben auch daran gedacht, uns frühzeitig um Internet und Telefon zu kümmern.
In der modernen Zeit will man ja nicht ohne. Ihr kennt das.

Wir dachten uns schon, dass wir am besten ein bisschen Vorlaufzeit einplanen, weil sowas oft in die Hosen geht und siehe da. Genau so ist es. Hmpf.

Preis-Leistungstechnisch haben wir uns für UnityMedia entschieden, da wir dort einen wesentlich schnelleren und günstigeren Anschluss bekommen können, als zum Beispiel bei der Telekom.
Wie man das eben so macht, haben wir uns im Internet im Vorfeld die Tarife angeschaut, verglichen und am Ende einen ausgesucht.
Nun hatten wir folgendes Problem:
Wir hatten noch keinen Zugang zur Wohnung.
Logisch, denn es war erst Mitte September und der offizielle, erste Tag in der neuen Wohnung war erst der 01.10.. Da man auf der Webseite solche „persönlichen Umstände“ gar nicht angeben kann, haben wir uns gedacht „Alles klar, dann bestellen wir einfach telefonisch und erfragen, wie das dann alles läuft.“.

Gesagt, getan.
Bei der Hotline angerufen und direkt eine Dame am anderen Ende der Leitung gehabt, die bereits Schwierigkeiten damit hatte, unsere Daten aufzunehmen. Nach einigem Hin und Her hatte sie es geschafft, zumindest dachten wir das.
Sie sicherte uns zu, dass es kein Problem sei, die Auftragsbestätigung an unsere noch-Adresse zu schicken, in den nächsten Tagen würde sich dann ein Techniker bei uns melden, um einen Termin für die Anschlussgeschichte zu vereinbaren. Internet und WLAN sei alles kein Problem, ein Router sei mit inbegriffen und kostet uns keine zusätzlichen Gebühren, ebenso wie ein zweiter HD Receiver fürs Schlafzimmer.
Es kam uns schon ein wenig seltsam vor, dass es so viel umsonst geben sollte, aber auch nach ausdrücklichem Nachfragen bejahte die Dame, dass das schon seine Richtigkeit habe.

Nun.
Wir warteten 3 Tage, allerdings erreichte uns das Bestätigungsschreiben des Auftrags nicht.
Es meldete sich auch kein Techniker, um einen Termin mit uns zu vereinbaren.
Am 5. Tag ein erneutes Telefonat mit der Hotline. Auf die Frage hin, ob mit unserem Auftrag alles in Ordnung sei, antwortete die Dame am anderen Ende „isch ‚abe gar kein Auftrag.“.
Okay, sie sagte es ganz normal, aber die Aussage blieb die gleiche. Ich fragte sie, was sie denn damit meint, dass kein Auftrag vorliegt, wir hätten doch vor einer Woche mit einer Kollegin der Hotline telefoniert und unseren Abschluss gemacht.
Einige Sekunden und unzählige Mausklicks später erklärte sie mir ganz freudig „Der Auftrag wurde gar nicht eingebucht und wissen Sie auch, warum?“. Ein wenig irritiert, warum man sich darüber so freut, verneinte ich und sie sagte „Die Kollegin hat einen kostenlosen zweiten HD Receiver eingebucht. Das geht so nicht, der kostet blabla, den bekommen Sie nicht umsonst. Deswegen wurde der Auftrag gar nicht erst bearbeitet.“.

Wundervoll.
Da sitzt man an seinem Schreibtisch und sucht fieberhaft nach seiner Contenance.
Was antwortet man in solch einer Situation am besten, außer „Achso?“.
Wie dem auch sei, wir hatten noch eine Woche Zeit bis zum Wunschtermin, also fragte ich, ob wir dann jetzt den Auftrag so anpassen können, dass UnityMedia uns beliefern kann.

Da wir ja nun schon wussten, welches Paket wir buchen möchten, ging der Rest recht zügig über die Bühne, bis sie dann sagte: „Okay, dann schicken wir Ihnen den Receiver zu, da in ihrem Haus nur digitale Zugänge liegen, müssen sie das selber anschließen.“.
Ich erstmal so „Selber anschließen? Wtf?“, was ich ihr nicht sagte. Stattdessen gab ich zu bedenken, dass wir ja noch nicht eingezogen seien und ob es nicht möglich wäre, das Paket an unsere noch-Adresse zu senden, damit wir es auch annehmen könnten.“
Nein, das geht nicht, mimimi. Die Pakete können nur an die Auftragsadresse gesendet werden und das System habe nun auch die Benachrichtigung an DHL bereits automatisch generiert, das könne sie nicht noch einmal bearbeiten.
Wunderbar. Ich erklärte ihr dann noch einmal betont freundlich, dass wir noch gar nicht in der Wohnung anzutreffen sind und auch noch der Name des Vormieters am Briefkasten steht, weil er dort noch bis zum 30. September wohnt?
Alles bitten und erklären war völlig zwecklos, also nahmen wir hin, dass die Auftragsbestätigung weiterhin an unsere noch-Adresse gesendet werden, der Receiver allerdings bereits an die neue Anschrift gehen sollte.
Immerhin sicherte uns die Dame zu, das Paket ginge dann zur Post zurück, wir könnten es dort abholen. Wir sollten nur sicherstellen, dass unser Name auf dem Briefkasten stünde. Der Receiver würde auch erst NACH der Auftragsbestätigung rausgeschickt, das könnte sich zeitlich also genau ausgehen und erst um den 1. herum passieren.
Großartig.

Die Auftragsbestätigung kam per Post und auch die Bestätigungs E-Mail, dass die DHL Sendung auf dem Weg ist, kam am Samstag, den 29. September. Also hatten wir wohl Glück im Unglück, da wir bereits Sonntags die Schlüsselübergabe hatten und schon unsere Namen am Briefkasten anbringen konnten.

Nun lag heute der DHL Zettel im Briefkasten, allerdings mit dem Vermerk, dass das Paket nicht zur Post zurückgesendet wurde, um dort abholbereit auf uns zu warten, nein, nein. Es wurde bei einem Nachbarn im Haus abgegeben. Da normale Menschen tagsüber arbeiten und nicht jeder das Glück der freien Zeiteinteilung genießt, bedurfte es mehrerer Klingelversuche, um an das Paket zu gelangen.
Nachdem ich den Inhalt zu Hause kontrollierte, stellte ich fest, dass kein WLAN Router mitgeschickt wurde.
Hmpf.

Mit der Hotline bald per-Du, wieder angerufen und gefragt, ob noch ein zweites Paket unterwegs ist oder ob der WLAN Router einfach vergessen wurde.
„WLAN Router?“, tönte es vom anderen Ende der Leitung.
Immer freundlich bleiben. Atmen. Lächeln. Freundlich beiben.
„Der WLAN Router zu unserem Vertrag.“
„Bei Ihrem Vertrag ist kein WLAN Router dabei.“
„Aber wir haben über die Hotline bestellt und die Dame sagte uns, dass der Router dabei sei.“
Ein paar Sätze später stellte sich heraus, dass es sich hierbei wohl um eine „Fehlinformation“ handele, den WLAN Router gibts nicht gratis dazu, der kostet 24 Euro nochwas.
Grmpf.Ngblbgl.

Übrigens sprach ich den Mitarbeiter gleich darauf an, dass die Zustellung des Paketes so umständlich abgelaufen ist, woraufhin er meinte, dass es überhaupt kein Problem sei, eine andere Lieferadresse anzugeben. Es würden schließlich viele Leute umziehen und im Vorfeld alles bestellen. Das sei ebenfalls eine „Fehlinformation“ gewesen.
Ahja.

Fehlinformation sei Dank haben wir nun erstmal keinen Router und haben der Hotline insgesamt bestimmt 10 Euro in den Rachen geworfen.
Liebsten Dank, UnityMedia. It was a pleasure.

Hmpf.
Eure

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